Anbohrung einer Rohrleitung unter Druck (hier durch VATTENFALL Europe Wärme AG)
Optischer Zugang und LDV-System
Vor-Ort-Kontrolle eines MID DN 200
Veränderung der Fehler-charakteristik eines DFS
Vor-Ort-Kontrolle von Durchfluss-Sensoren (DFS)
Problem:
Grosse Wärme- und Wasserzähler werden nach einer Erstkalibrierung häufig über Jahrzehnte ununterbrochen eingesetzt. Eine erneute Kalibrierung war bisher im eingebauten Zustand nicht möglich. Bestenfalls wurden die DFS ausgebaut und auf einem externen Prüfstand rekalibriert. Damit sind eine Unterbrechung der Versorgung und hohe Kosten verbunden. Die idealisierten Kalibrierbedingungen auf den Prüfständen weichen jedoch oft erheblich von den Betriebsbedingungen in der Praxis ab. Die tatsächlichen Messabweichungen der Geräte in der Einbausituation bleiben somit nach wie vor unbekannt und können zu grossen wirtschaftlichen Auswirkungen sowie Beeinträchtigungen der Messgerechtigkeit führen.
Lösung:
Mit Hilfe des bekannten Anbohrverfahrens wird bei laufender Versorgung ein optischer Zugang zur Rohrleitung geschaffen. Anschliessend werden mit einem mobilen Laser-Doppler-Velocimeter (LDV) die lokalen Strömungsgeschwindigkeiten entlang von mindestens einem Durchmesserpfad hochaufgelöst gemessen. Mittels Integration der Geschwindigkeitsprofile wird der aktuelle Volumenstrom ermittelt. Die aktuelle Messabweichung des Prüflings (DFS) im Einbauzustand ergibt sich durch Vergleich der Volumenströme von Prüfling und LDV-System. Für das patentierte Verfahren wird von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) Deutschland eine Messunsicherheit von +/- 0,6 % (unter Referenzbedingungen) bestätigt.
Vorteile:
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Erfassung der realen Messabweichungen aller Komponenten der DFS vor Ort
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Keine Unterbrechung der Versorgung bei Installation und Messung
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Vom TÜV-Rheinland zertifizierte Dienstleistung (und sicherheitstechnische Freigabe)
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Potenzial zum Einsatz im gesetzlichen Messwesen
Anwendungsgebiete und Einsatzgrenzen:
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Rotationssymmetrische Strömungsverhältnisse (sonst mehrere Pfadmessungen)
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DN 150 bis ca. DN 2000, PN 25 (40), T.max = 130 °C, Stahlrohrleitungen